Auf ein Wort: Christian Eckert

 

 Christian Eckert - Fotografie: Schindelbeck

fs: Du hast schon seit einiger Zeit eine Reihe im Jazzhaus Heidelberg ins Leben gerufen:
"Two Guitars". Seit wann arbeitest Du mit diesem Konzept, worum geht es?


Ich mache das seit fast 2 Jahren und es geht mir einfach darum Gitarristen mit unterschiedlicher
stilistischer Ausrichtung einzuladen um mal diese "Genrebarriere" zu beseitigen. Außerdem
habe ich schon wärend meines Studiums viel Duo gespielt und es hat mir immer
Spaß gemacht. Auch kann ich mal akustisch spielen, und mal mit
Effekten und Loops, also mein ganzes Spektrum.


fs: Das Spektrum deiner Duo-Partner ist recht weit gespannt
– was ist die "gemeinsame Klammer"?

Wichtig ist dass die Partner offen sind und reagieren können, was natürlich
nicht vorhersehbar ist. Aber gerade das Unvorhersehbare
bietet ja oft ein künstlerisches Potential.

fs: Gibt es Probleme, gute Duo-Partner zu finden oder
ist das "Angebot" an potentiellen Mitspielern groß?

Nein da gibt es keine Probleme, da ich inzwischen Anfragen aus ganz
Deutschland habe. Es wurden auch schon Konzerte auf www.archtop-germany.de
besprochen, was der Veranstaltung in Gitarrenkreisen zu
einer gewissen Popularität verholfen hat.

fs: Hat es einen besonderen Grund, die Reihe im Jazzhaus Heidelberg zu präsentieren
und wie schätzt du die Heidelberger Jazz-Szene im Vergleich zur Mannheimer ein?


Für mich gibt es nur eine Rhein-Neckar Musiker-Szene, welche in den letzten Jahren
sehr stark geworden ist und sicher zu den Führenden in Deutschland zählt.
Das Publikum ist ein anderes, aber gerade bei "two guitars" sehr angenehm.
Ich mag einfach auch das Jazzhaus sehr.

fs: Zahlt sich die kontinuierliche Arbeit aus? Gibt es schon ein "Two-Guitars" Publikum?

Ja das gibt es, ich denke Kontinuität zahlt sich immer aus. Wichtig ist nur dass
sich eine Veranstaltung nicht "festtritt".

fs: Wen präsentierst du – nach der Sommerpause – in der nächsten Ausgabe im September?

Heiner Franz - Fotografie: gestellt vom KünstlerAm Freitag dem 7.September ist mit Heiner Franz ein
Jazzgitarristen zu Gast der seit den frühen Sechzigerjahren
zu den maßgeblichen Protagonisten des Jazz
im Südwesten der BRD zählt. Internationale,
englischsprachige Enzyklopädien wie "The Jazz Guitar"
(M. J. Summerfield) und "Masters of Jazz Guitar"
(Charles Alexander) verweisen auf Heiner Franz als
wichtigen deutschen Vertreter der Jazzgitarre.
Neben seiner Arbeit als Musiker betreibt er erfolgreich
sein Schallplatten-Label JARDIS, organisiert Workshops und
Ferienkurse und beschäftigt sich mit dem Bau von hochwertigen
Gitarren. 2006 wurde Heiner Franz in Dortmund mit dem
"Archtop-Germany-Award" ausgezeichnet.
Für mich ist er eine der wichtigsten Figuren im
Jazzgitarren-Bereich und somit
ein toller Einstieg nach der Sommerpause.

Mehr über Christian Eckert www.jazzpages.com/christianeckert

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