Hessisches Jazzpodium 28.-30.11.08 Darmstadt

 

Am kommenden Wochenende findet das Hessische Jazzpodium 2008 statt. Die Konzerte finden in der Bessunger Knabenschule in Darmstadt statt. Vom 28. – 30.11. 2008 lockt feiner Jazz. Die Lage ist eigentlich perfekt um von dern Mega-Metropolregion Rhein-Neckar bis Frankfurt ein Publikum zu finden…

 

Der Jazzblogger würde gern – wenn es die Zeit erlaubt – vor allem dem Andromeda Mega Express Orchestra lauschen.

Anfangszeit:   jeweils 20:00 Uhr (Einlass 19:00 Uhr)

Eintritt:   15 / erm. 12 Euro (Freitag und Samstag) bzw. 12 / erm. 10 Euro am Sonntag
Festivalpass für alle drei Tage: 30 Euro

Reservierungen bis einen Tag vor Beginn bitte per Mail an: mailto:vorstand@foerderverein-jazz.de

Veranstalter:   Verein zur Förderung des zeitgenössischen Jazz in Darmstadt e.V.

Spielort: Kulturzentrum Bessunger Knabenschule, Saal

 

Das Programm im Detail:

 

Freitag, 28. November 2008

Jürgen Wuchner’s DEEP TALKING

Die Opener-Band des Jazzpodiums 2008 hält sich nicht lange bei Oberflächlichkeiten auf. DEEP TALKING macht sich gleich zu Beginn des Festivals daran, auszuloten, was sich in der musikalischen Tiefendimension tut. Oberflächliches Geschwätz ist nicht angesagt, hier werden ernsthafte, tiefe Töne angeschlagen – in der Tiefe lauert bisweilen ein abgründiger Spielwitz. Jürgen Wuchner (b), Wollie Kaiser (bcl, kbcl), Manfred Becker (Akkordeon), Janusz Maria Stefanski (d)

 

AAugust und die falschen Hasen

Ein deutscher Tom Waits, ein Helge Schneider aus Frankfurt, ein Wiedergänger Randy Newmans gar? Oder doch eher Götz Alsmanns? AAugust entzieht sich allen Kategorisierungen. Hier geht es drunter und drüber: von Vaudeville über Blues zu Mambo, von Brecht/Weill über Tango zu bajuwarischer Blasmusik. Dazu werden deutsche Texte zum Besten gegeben, die lakonisch, schnoddrig, ironisch, ernsthaft, albern, melancholisch sein können: in absolut unwägbarem Mischungsverhältnis – unkorrekt, unkonventionell und unwiderstehlich! Andreas August (voc,tr), Tomek Witiak (g), Moritz Gleditzsch (tr), David Hagen (b,tb), Bertram Ritter (d), Florian Dreßler (perc)

 

Christopher Dells D.R.A.


Die Kompositionen Christopher Dells verdichten und komprimieren musikalische Information ins Extrem. Komplexe Taktwechsel, Tempowechsel und irisierende Harmoniefolgen verzahnen sich, immer in Rückbezug auf die Tradition. Mit großer Perfektion erkunden die drei hoch virtuosen Musiker die Grenzen des musikalisch Machbaren.
Christopher Dell (vib), Christian Ramond (b), Felix Astor (d)

 

Samstag, 29. November 2008


Uli Partheils PLAYTIME feat.
Peter Lehmann

Etwas völlig Unangestrengtes ist um Uli Partheil. Seine Stärke liegt in der Gelassenheit, mit welcher der Darmstädter Musiker seit Jahren seine Auffassung vom modernen Jazzpiano kultiviert hat. Das neue Programm stellt Kompositionen von Uli Partheil Texten von Pablo Neruda sowie Werken von Duke Ellington gegenüber. Mit dabei ist der chilenische Schauspieler Peter Lehmann, der den Geist der Lyrik Nerudas auf authentische Weise zu transportieren versteht. Uli Partheil (p), Hanns Höhn (b),Holger Nesweda (d), Peter Lehmann (Sprecher)

 

OUT-POINT  feat. DJ Samon Kawamura –


Preisträgerkonzert „Hessischer Jazzpreis 2008“

Detlef Landeck wird heute für seine Verdienste um die Entwicklung des Jazz in Hessen mit dem Jazzpreis 2008 ausgezeichnet. Im Preisträgerkonzert präsentiert er mit OUT-POINT ein Projekt, das im Zentrum seiner künstlerischen Aktivitäten steht. Der Bandname spielt auf Albert Mangelsdorffs epochales Album „The Wide Point“ von 1975 an und stellt sich so selbstbewusst in die Tradition des – pianolosen – Posaunentrios. Landeck geht noch einen Schritt weiter: Die Zusammenarbeit mit DJ Samon Kawamura markiert die Verschmelzung von akustischen Sounds und traditioneller Musikkonzeption mit Elektronik und neuzeitlichen Produktionsweisen.

 


Sonntag, 30. November 2008


LURK LAB


Der in Wiesbaden lebende Schlagzeuger Jörg Fischer hat eine Spielweise entwickelt, die Eindrücke vom Free Jazz, experimenteller Rockmusik sowie der klassischen „Avantgarde“ vereint. Der feinnervige Elektroniker Uli Böttcher hat sich auf digitales Live-Sampling spezialisiert, während Tenorsaxophonist Matthias Schubert seit Jahren ein herausragender Exponent auf seinem Instrument. Jörg Fischer (d), Matthias Schubert (sax), Uli Böttcher (live sampling)

 


ANDROMEDA MEGA EXPRESS ORCHESTRA

Im Weltall ist alles möglich! „Zwischen kreativem Chaos und notierter Ordnung verwirklichen sie ihre Vision von Klassik mit der Zügellosigkeit des Jazz, ihre Version von Jazz mit der Erhabenheit der Klassik“ schrieb, hilflos und ergriffen, die Süddeutsche Zeitung. Stilistisch nicht festgelegt, immer strukturell hochkomplex und ein Riesenspaß auf der Bühne – damit begeistert die 20-köpfige Truppe aus Berlin. So unterschiedliche Künstler wie die Notwist oder Herbert Grönemeyer haben das Orchester um Unterstützung im Plattenstudio und bei ihren Live-Auftritten gebeten und damit ihre Musik mit dem einzigartigen Andromeda-Sound angereichert, deren Einflüsse von Schubert bis Bartók, von Clifford Brown bis zur Musik Marokkos reichen.

In und um Darmstadt findet viele interessante Jazz-Veranstaltungen statt und beim Jazz-Institut Darmstadt gibt es die Informationen.

 

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