Jazz-Konzerte


 

Heute, etwas verspätet, die Playlist zur Jazzology-Sendung vom 1.2.2010

Vorab allerdings einige Konzerttipps:

 4.2.2010

Sebastian Studnitzky Trio, Jazzclub KA, Durlacher Allee 64

08.02.2010
Scott Dubois Quartett, Jazzclub Heidelberg, DAI

09.02.2010
UNDERKARL in der Alten Feuerwache in Mannheim (< not to miss!)

 

Bei Jazzology wurden zwei neue CDs vorgestellt:

Riaz Khabirpour Group – The Seeker
Konnex Records

Momentum
Float
The Seeker

 

FUMMQ (Ferenc und Magnus Mehl Quartett feat. Jake Saslow) – Baden verboten!
Neuklang

Flushing Boulevard Bound No. 7 Express Train
Hanni Don’t Go
 

…die Freunde von der IG-Jazz hätten mich ruhig etwas früher mit der Nase drauf stoßen können…

In der Klapsmühl in Mannheim spielt heute, 20:30:

Frank Wingold Agog
Frank Wingold (git), Mark Haanstra (bs), Joost Lijbaart (dr)

Das deutsch- niederländische Trio um den Kölner Gitarristen Frank Wingold, das zu den innovativsten Ensembles im Bereich improvisierter elektro- akustischer Musik in der europäischen Jazz-Szene zählt, stellt seine vierte CD „Some Frump Punk“ vor. In diesem Live- Programm forscht die Band nach einem melodischen, fast songartigem Ansatz, ohne den so typischen subversiven Charakter zu verlieren. Wendig und zielsicher öffnet agog in energetischen Improvisationen musikalische Räume. Agog ist kein Gitarrentrio im traditionellen Sinn, sondern vielmehr eine Art kammermusikalisches, groovendes und improvisierendes Kleinst- Orchester, welches sich verschiedener Genres bedient und diese genauso flink wieder ablegen kann ohne weitere Fragen zu stellen.

…und am Sonntag, den 6.12. in Heidelberg, beim Jazzclub-Heidelberg (ja, die haben mir schon gestern eine Erinnerungsmail geschickt…) im DAI, ebenfalls um 20:30 Uhr:

Kühntett

Axel Kühn, bass
Alexander Kuhn, saxophon
Christoph Heckeler, klavier
Marcel Gustke, drums

Seit Gründung der Band "Kühntett" im Jahre 2005 arbeitet die Formation um den Tübinger Bassisten Axel Kühn stetig an der Weiterentwicklung ihres Stils.

Das erste Album "The Contemporary Jazzmovement" erregte bereits großes Aufsehen. Mit dem brandneuen zweiten Album "Image of my soul" präsentiert sie einen unverwechselbar eigenen Sound. Eingängige Melodien verschmelzen mit komplexen Harmonien und unkonventionellen Grooves zu einer Einheit, die den Zuhörer fesselt und immer wieder aufs Neue überrascht. Die Stammbesetzung des Kühntetts, bestehend aus Axel Kühn (Bass), Alexander Kuhn (Saxophon), Christoph Heckeler (Klavier) und Marcel Gustke (Schlagzeug), ist durch ihre langjährige Zusammenarbeit perfekt aufeinander eingespielt.

Der Erfolg der Band spricht für sich. In der Jazzszene anerkannte Preise wie beispielsweise den internationalen Biberacher Jazzpreis 2006 sowie den internationalen Jazznachwuchswettbewerb Straubing 2007 konnten sie jeweils bereits mit dem zweiten Platz für sich entscheiden. 2009 wird Axel Kühn zum Landesjazzpreisträger Baden-Württemberg 2009 gekürt und gewinnt darüber hinaus mit seinem Kühntett den "1.Europäischen Burghauser Nachwuchs-Jazzpreis 2009".

 Lömsch Lehmann - Tatsuya Nakatani - Sebastian Gramss
(Photo: Schindelbeck)

….diese drei Herren spielen im Laboratorio 17 in Mannheim Jungbusch.

Was ist zu erwarten? Großartige kreative freie Musik von zwei Musikern, die ich persönlich kenne und sehr schätze: Sebastian Gramss & Lömsch Lehmann und einem japanischen Percussionisten: Tatsuya Nakatani, den ich noch nie gehört habe aber allein die Tatsache, dass er mit den beiden deutschen Mitmusikanten spielt, ist Empfehlung genug.

Lömsch Lehmann und Sebastian Gramss sind ein eingespieltes Duo, das auf der hevorragenden CD knoMT auch konserviert zu hören ist.

Lömsch und Sebastian Gramss

Tatsuya Nakatani - Photo: Schindelbeck

Alexandra Lehmler - Frank Schindelbeck Fotografie

Das Alexandra Lehmler Quintett spielt am Montagabend in Mannheim

um 20.30 Uhr
im Theatercafé, Nationaltheater Mannheim
in Thomas Sifflings Konzertreihe Nightmoves.

Alexandra Lehmler Sax
Daniel Prandl Piano
Matthias Debus Bass
Max Mahlert Drums
Rodrigo Villalon Percussion

www.myspace.com/alexlehmler

Der Jazzblogger empfiehlt dieses Konzert guten Gewissens. Aus eigener Erfahrung sowohl live als auch von CDs: Melodiöser moderner Jazz einer jungen Band mit Talenten an jedem Instrument und einer "Frontfrau", die ein exzellentes Händchen für interessante Kompositionen hat.

Early-Bird-Ticket für das Moers Festival 2010

Ab Montag, 7. Dezember 2009, kann man für das Moers Festival 2010 ein "Early-Bird-Ticket" erwerben. Ein Frühbucherticket, clevererweise nur  in limitierter Auflage aufgelegt, das zum Sonderpreis von 65 Euro (inkl. aller Gebühren)  günstiger ist als die Festivaltickets im Vorverkauf ab März 2010 (75 Euro) oder an der Tageskasse (85 Euro).  Dieses Ticket gilt für alle vier Tage des moers festival 21. bis 24. Mai 2010, wie üblich über Pfingsten – und kann ab Dezember im Onlineshop unter http://www.moers-festival.de bestellt werden.

…und wer sich für weitere Jazzfestivals interessiert, der sollte einmal auf die Liste www.jazzfestivals.de auf den Jazzpages vorbeischauen.

 


A Taste of Ra 2009

In some far off place
Many light years in space
I’ll build a world of abstract dreams
And wait for you
.

(Sun Ra)

Tanzenderweise sich mit Sun Ra auseinanderzusetzen, das ist ein interessanter Ansatz. Eine Produktion von Christoph Winkler, die in Berlin, Leipzig und Nürnberg aufgeführt wird geht diesen Weg:

"Das Stück nimmt Sun Ras künstlerische Strategien zum Anlass um Fragen nach dem Verhältnis von Gegenwart und Zukunft neu zu stellen. Wollen wir weiter der Attitüde des Post anhängen, die sich zwar von der Vergangenheit absetzt, aber dennoch von ihr verzaubert bleibt oder entscheiden wir uns für die "proteische Geste” (M.Epstein) und begreifen uns nicht mehr als Ende, sondern als Beginn von Prozessen, die in die ferne Zukunft hineinreichen? Space is the place – heute mehr denn je!"

Premiere ist am 19. November 2009 um 20 Uhr
Weitere Vorstellungen: 20.-22. November 2009
und 25.-28. November 2009 jeweils 20 Uhr
Karten: 030 283 52 66, www.sophiensaele.com
Sophienstraße 18, 10178 Berlin

Weitere Aufführungen:

LOFFT Leipzig: 4.-6. Dezember 2009 und 22.-24. Januar 2010
Tafelhalle Nürnberg: 29. & 30. Januar 2010

Christoph Winkler

 

Jazz-Splitter regional ;-)

Praktizierter Masochismus oder einfach nur Provinz-Journalismus, garniert mit persönlicher Animosität? Ob es eher eine Auszeichnung ist, wenn ein Hobbymusiker über ein ausgezeichnetes Konzert hämisch und von Sachkenntnis ungetrübt herzieht? Und ob es ein Zufall ist, dass er sich gern immer wieder in die Konzerte des gleichen Musikers verirrt, um sie danach „niederzuschreiben“? Da reibt sich möglicherweise ein Trommler an einem Anderen, der ihm in punkto Kreativität und Musikalität allzu sehr überlegen ist….

 

Berlin ist eine der größten "türkischen" Städte. Was liegt also näher als dort auch musikalische Begegnungen zu insezenieren.

Kreuztanbul Festival  Begegnung Musik: Berlin – Istanbul

Klassisch – Neu – Experimentell – Audio-Visuell – World – Rock – Pop – Panel – Party

Berlin, 21. Oktober 2009. Am 12. November eröffnen Kudsi Erguner (u.a. Soundtrack  zu Scorseses „Letzte Versuchung Christi“) und Markus Stockhausen das dritte Kreuztanbul Festival in der Akademie der Künste. Ab 20 Uhr werden sie gemeinsam mit Renaud Garcia-Fons und Mark Nauseef (Velvet Underground) ihr Projekt Gazing Point vortragen und so Orient und Okzident verbinden. Damit stellen sie den Leitfaden zu Kreuztanbul 2009 dar.

Kreuztanbul präsentiert vom 12. bis zum 26. November ein Programm, das die komplette Bandbreite der Musik, von klassischer und neuer Musik, Volksmusik und Rock bis zu elektronischen Experimenten abbildet und so auch das zwanzigjährige Jubiläum der Städtepartnerschaft Berlin und Istanbul zelebrieren soll.

Kreuztanbul
 

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Sex. Macht. Musik.

Wenn das nicht eine Marktlücke im Festivalbetrieb war! SEX.MACHT.MUSIK will das Festival der erotischen Musikkultur sein und in der Vorweihnachtszeit vom 4. bis 6. Dezember eine "beunruhigende Standortbestimmung" vornehmen. Den "vielfältigen Fragen nach der Beschaffenheit erotischer und sexueller Grenzbereiche" will man sich mit rund 20 Veranstaltungen – davon 7 Uraufführungen – widmen. 60 Künstler aus 12 Nationen tummeln sich in Leipzig beim Forum zeitgenössischer Musik, die Stadt Leipzig und die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen fördern die Veranstaltung.

Die Themen lauten

- Männlichkeitsbilder – Weiblichkeitssymbole
- Verführung – Erotik der Stimme
- Sinnlichkeit / KörperKunst
- Pornographie
- Obsession

(…ich bin gespannt, wie viele Surfer sich zu diesen Beitrag verirren und einigermaßen enttäuscht von dannen ziehen werden…)

 

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 …und noch was aus Berlin!

Das Jazzkollektiv Berlin ist eine noch relativ frische, Ende 2007 gegründete Gruppe, mit Musikern aus der jungen Jazzszene Berlins. Etwas name-dropping: Gerhard Gschlößl, Marc Schmolling, Wanja Slavin, Felix Wahnschaffe, Daniel Glatzel, Ronny Graupe, Phillip Gropper und Johannes Lauer.

Künstlerische Freiheit und demokratische Entscheidungen im Kollektiv sind die Eckpunkte der Zusammenarbeit (Frauen scheinen nicht mitzuspielen?) und die Art der Organisation erinnert stark an die Jazzwerkstatt Wien. Wie dort verspricht man sich von der gebündelten Kraft aller Beteiligten einen Gewinn für Alle – letztlich mehr Publikum anzusprechen, als es bei zwar für sich jeweils interessanten aber zersplitterten Aktivitäten möglich ist. Wenn es dem Jazzkollektiv Berlin gelingt eine ebenso dynamische und hochklassige Szene aufzubauen wie die Wiener, dann kann man sich für die Zukunft auf einen quicklebendigen und kreativ organisierten Szene-Zweig in Berlin freuen.

Am 27. und 28.11.2009 veranstaltet das Jazzkollektiv die Kollektiv Nights bei der man sich live auf der Bühne vom Konzept überzeugen kann.

Ditzner - Lömsch - Bartmes: Foto Frank Schindelbeck Jjazzfotografie

Der Soundtrack zur Grippewelle…

Saugute Musiker und ein visionärer Labelchef (1): Bereits vor einem Jahr entstand die CD „Schwoine“ auf dem Label fixcel records und hat damit zu einem Zeitpunkt, als noch kaum jemand von Schweingrippe etwas ahnte, die Viren-Vibrations auf- und vorweggenommen. Sort of…

Natürlich ist ein saustarkes Konzert in der Alten Feuerwache zu erwarten, wenn die zwei „Schwoine“, Erwin Ditzner und Lömsch Lehmann sich mit dem schweinisch guten Jo Bartmes an der Hammondorgel zusammentun um am Sonntag, 8.11.09, 20 Uhr, einfach tierisch gute Musik zu spielen. Es treffen sich die Jazz-Connaisseure, diejenigen, die sich vor allem von kreativ-wagemutiger Musik ins Konzert locken lassen!

(…die anderen sind möglicherweise bei Wolfgang Muthspiel im BASF Feierabendhaus, auch ganz nett aber eigentlich kein Vergleich!)

Das Ditzner – Lömsch – Bartmes Konzert ist jedenfalls eines der letzten feinen Konzerte bei Enjoy Jazz 2009. Am Montag spielt noch der Trompeter Terence Blanchard in der Alten Feuerwache Mannheim und Guru’s Jazzmatazz am Dienstag im Karlstorbahnhof zu Heidelberg. Der Schlusspunkt des diesjährigen Festivals für Jazz und Anderes und noch einmal ein Höhepunkt wird mit dem Wayne Shorter Quartet in der Stadthalle Heidelberg gesetzt.

(1) Nun ja – den Labelchef kenne ich persönlich, *das* ist nicht allzu ernst zu nehmen ;-)

 

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