Jazznews


Abbey Lincoln ist tot.
Die Jazzsängerin starb am 14. August 2010 im Alter von 80 Jahren in New York.

Fotografie: Helge Heinemann

Eigentlich hieß sie Anna Marie Wooldridge aber seit den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts nannte sie sich Abbey Lincoln.

Sie trat schon als Schülern in als Sängerin auf und nach iherer Schulzeit arbeitete sie in Tanzkapellen in Kalifornien. Erste Aufnahmen entstanten mit den Orchestern von Benny Carter und Marty Paich.

Ihre große Zeit begann ab 1957 als sie ihren späteren Ehemann Max Roach kennenlernte und mit ihm als Schlagzeuger an ihrer Seite einige Aufnahmen veröffentlichte. Mit Roach war sie von 1962 bis 1970 verheiratet.

Wikipedia:

Für ihr erstes Riverside-Album That's Him suchte sie Material aus, in dem sie „den Geist des (…) Stroms schwarzer Sängerinnen der 1920er und 1930er Jahre heraufbeschwor – Ethel Waters, Elizabeth Welch und die selbst niemals aufgenommene Florence Mills – der ersten schwarzen Frauen, denen man ihre Würde genommen hatte“ Höhepunkt der Riverside-LPs war Abbey Is Blue (1959) mit Begleitmusikern wie Kenny Dorham, Julian Priester, Stanley Turrentine, Les Spann oder Wynton Kelly. Ihr bedeutendster Titel war „Afro Blue“; „sie strukturiert ihre Version in sich abwechselnde instrumentale und vokale Abschnitte, verbunden durch eine aufregende Improvisation.“[4] Ihr Vermögen als Sängerin wurde bei seiner berühmten Freedom Now Suite (Candid, 1960) deutlich, die für das verstärkte politische Engagement von Jazzmusikern und speziell Abbey Lincolns in den 1960er Jahren steht. 1961 erschien ihr Album Straight Ahead bei Candid. Lincoln arbeitete daneben unter anderem mit Jazzmusikern wie Sonny Rollins, Eric Dolphy, Mal Waldron, Coleman Hawkins, Jackie McLean, Clark Terry, Miles Davis und Stan Getz.

Ihre Karriere als Schauspielern trat für sie in den 60er Jahren zeitweise in den Vordergrund und sie veröffentlichte ein Jahrzehnt keine Aufnahmen als Leaderin. Erst seit Anfang der 70er Jahre nahm sie den Faden ihrer Gesangskarriere wieder auf. 

Ein wesentliches Vorbild von Abbey Lincoln war die Jazzsängerin Billie Holiday, die sie mit mehreren Tribute Alben ehrte.

 

 

 

http://www.nytimes.com/2010/08/15/arts/music/15lincoln.html?_r=1&hp

Gerne weise ich auf die Radioshow von Blog-Kollege Matthias Gutjahr vom numblog.de hin. Er präsentiert die 14. Ausgabe der New Urban Music Radioshow.

Das Programm:

"Sommer, Sonne, Strand und Beats – das Worldwide Festival in Südfrankreich bot Mitte Juli dies und mehr: Eine geniale Mischung aus gefeierten Newcomern und echten Legenden, angesagten DJs und jungen Talenten an den Plattentellern. Eine Auswahl spiele ich in der heutigen Sendung. Dazu jede Menge Neuerscheinungen und Netzfundstücke, die unbedingt vorgestellt werden müssen. Von heißem Funk bis wobbly Post-Dubstep, von persischem Jazz bis Cumbia Dub – wie immer eine wilde Reise durch alle Styles und einmal rund um den Erdball."

…und zu hören ist das am Sonntag, den 15.8.2010 ab 22 Uhr über www.soulsender.de

Jazzkolletiv Berlin

Ich möchte mal behaupten, dass das Jazzkollektiv Berlin "Jazzwerkstatt Berlin" heißen würde, wenn dieser Name nicht schon von anderen früher besetzt worden wäre. Jedenfalls ist das Konzept einer kollektiven Zusammenarbeit jüngerer Jazzmusiker in Berlin doch sehr ähnlich jener der Jazzwerkstatt Wien.

Bevor die Veranstalter im Dezember zum dritten mal die Kollektiv Nights veranstalten – vom 9.-12. Dezember unter dem Motto "Jazzkollektiv Berlin presents European Collectives" – laufen sich die Musiker der Initiative im Restsommer 2010 ab 15. August mit einer kleinen Serie von Konzerten quasi warm. 

Jazzkollektiv Stage heißt die Reihe und im Detail sieht sie aus wie folgt…

Dank einer Förderung der Senatsverwaltung für Kultur des Landes Berlin findet in diesem Jahr das erste Mal eine Konzertreihe des Jazzkollektivs Berlin statt: vom 15. August bis 03. Oktober wird acht Wochen lang jeden Sonntag um 20.00 Uhr eine andere Band eines Kollektivmitglieds auf der Bühne des Edelweiss im Görlitzer Park [Görlitzerstr. 1-3, 10997 Berlin] stehen.

Die Reihe ermöglicht einen Einblick in die aktuellen Bands der Kollektivmitglieder, allesamt aktiv in der jungen Berliner Jazzszene. In der entspannten Atmosphäre des Club im Edelweiss mit seiner schönen Lage im Görlitzer Park wird auch ein Vorgeschmack auf das vom 09. – 12. Dezember anstehende große Festival KOLLEKTIV NIGHTS mit europäischen Gästen befreundeter Musikerkollektive gegeben.

Die Konzertreihe im sommerlichen Görlitzer Park lockt mit einem taschengeldfreundlichen Eintritt von 5 Euro.

Den Anfang der Reihe wird am Sonntag, 15. August um 20:00 Uhr Felix Wahnschaffe mit seiner Band „Die Orgonauten“ machen – ein überraschendes Hammond-Orgel Trio mit etwas anderem „Soul aus tiefem Herzen“. Posaunist Gerhard Gschlößl stellt am Sonntag, 22. August dann seine Vierergruppe Gschlößl vor, die mit Rudi Mahall, Johannes Fink und Christian Lillinger einige der bekanntesten Musiker der Berliner Szene präsentiert. 

In der Woche darauf, am Sonntag, 29. August wird Ronny Graupe zusammen mit dem Uli Kempendorff Quartett die Bühne des Edelweiss erobern. Das Sextett „La Blue, Five Out!“ des Pianisten Marc Schmolling führt die Reihe am Sonntag, 05. September fort und lädt dazu neben den Kollektivpartnern Wanja Slavin und Gerhard Gschlößl unter anderem auch den englischen Ausnahmetrompeter Tom Arthurs zum gemeinsamen Spiel ein. 

Lotus Eaters, das Quartett des hoch gelobten Saxophonisten Wanja Slavin begeistert das Publikum am Sonntag, 12. September und Daniel Glatzel stellt am darauffolgenden Sonntag, 19. September seine neue Besetzung „abyssus abyssum invocat“ vor – wir werden sehen, welche schmackhaften „Irrtümer“ uns dann präsentiert werden. Den Abschluss der interessantesten Reihe des Berliner Musiksommers bilden Philipp Groppers Quartett „Philm“ am Sonntag, 26. September und Johannes Lauers „Morf“ am Abend des Sonntag, 03. Oktober.

Willem Breuker Kollektief Heibel

Der niederländische Klarinettist, Saxofonist und Komponist Willem Breuker ist heute im Alter von 65 Jahren gestorben. Bekannt war Breuker seit Jahrzehnten vor allem  mit seiner Formation "Willem Breuker Kollektief", die gekonnt Humor und Slapstick mit hochklassigem europäisch und frei geprägten Jazz verband.

Wie traurig, dass dieser tolle Musiker nicht mehr unter uns weilt. RIP.

PS: Am kommenden Montag wird in der Jazz Sendung des Freien Radios Rhein-Neckar, Jazzology, eine Sondersendung mit Musik von Willem Breuker laufen.

Die in Berlin lebende und musizierende Harfenistin Clare Cooper braucht ein Instrument. Nachdem sie ihre Leih-Harfe zurück geben musste, ist sie derzeit instrumentenlos und benötigt für den Kauf einer Gebraucht-Harfe rund 10.000 Euro. Wer sich an der Finanzierung des Instruments beteiligen mag, der kann das sehr einfach über die Website von Clare Cooper tun (und erhält als Lohn möglicherweise eine spezielle Solo-CD der Künstlerin, eingespielt mit dem dann erworbenen Instrument).

Schnöden Mammon zu einem klingenden Instrument zu machen? Statt eines Biers die Kohle in Kunst investieren? Eine verführerische Idee. Wie's klingen könnte, das kann man schon einmal auf der Myspace Seite der Künstlerin erlauschen.

 

A Shortcut Of Moers 2010

Eine 30-minütige Zusammenfassung des diesjährigen Moers Festivals ist auf der Website des Jazzfestivals zu sehen. Erstellt wurde das Festival-Portrait mit Highlights und Kurz-Interviews mit Beteiligten von der Kunsthochschule für Medien aus Köln, die auch für den Live-Stream vom Festival verantwortlich war.

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