Jazz im New York der Wilden Zwanziger

 

 …so heißt ein Buch, das Anfang September im Gerstenberg Verlag erscheint.

Freundlicherweise wurde mir vorab schon einmal das PDF der Publikation zur Verfügung gestellt. Es ist ein Bilderbuch in erster Linie, mit exquisiten Zeichnungen aus der Feder von Robert Nippoldt, begleitet von den Texten des Jazz-Publizisten Hans-Jürgen Schaal – der bei Enja tätig ist, für Jazzthing arbeitet und eine Biographie über Stan Getz geschrieben hat.

Das Buch lebt auf den ersten Blick jedoch von Robert Nippolts schönen Zeichnungen. Mit ihren harten Kontrasten und der sparsam-eleganten Kolorierung werden sie dem Sujet und den Zwanziger Jahren des letzten  Jahrhunderts gerecht und wirken verblüffend authentisch.

Man kennt die alten Schwarz-Weiß-Aufnahmen der Künstler, aber wie jedem guten Künstler geling es Nippoldt die Essenz herauszumeisseln. Offensichtlich liegen ihm die Zwanziger Jahre – hat er doch im gleichen Verlag, in gleicher Ausstattung schon ein Buch über die Gangster in Chicago der Zwanziger Jahre gestaltet.

Gute Illustrationen alleine sind es aber nicht, die dieses Buch zu etwas Besonderem machen, es ist die herausragend gelungene Typographie, die sich durchs ganze Werk zieht und die es voraussichtlich zum reinen Vergnügen macht, das fertige Buch zur Hand zu nehmen.

Hans-Jürgen Schaals Texte sind kurz und prägnant. Die wichtigsten Lebensdaten werden angerissen und die ausgewählten Zitate werfen Schlaglichter auf die Persönlichkeit der ausgewählten Musiker. 

Es sind die großen der  20er Jahre: Big Beiderbecke, Bessie Smith,  Louis Armstrong,  Fats Waller, Duke Ellington und andere mehr – insgesamt werden 24 Musiker portraitiert , die auch auf der Begleit-CD des Buchs zu hören sind.

 

 

 

 

3 Gedanken zu „Jazz im New York der Wilden Zwanziger

  1. Ich kann mich dem Lob nur anschließen. Vor eineinhalb Jahren stand Robert Nippoldt vor der Tür des Bayerischen Jazzinstituts – mit einer Idee im Kopf und vielen Fragen. Einen Tag wollte er bleiben, eine Woche wurde daraus. Seitdem hatten wir das große Vergnügen, die Entstehungsgeschichte dieses Buches zu begleiten, und ihn immer wieder einmal für Recherchen in unserem Archiv begrüßen zu dürfen. Die Detailverliebtheit und die Begeisterungsfähigkeit des jungen Grafikers sind absolut beeindruckend. Die beigefügte CD entstand übrigens in Kooperation mit dem renommierten Label Bear Family Records. Örtlich wie zeitlich sind die ausgewählten Tracks möglichst nah am Thema angesiedelt. Auf Robert Nippoldts Website Jazzlegenden.de können neugierige Surfer anhand der Skizzen etwas von der Entstehungsgeschichte des Buches nachvollziehen – und die zum Kauf angebotenen Siebdrucke zum Buch begutachten. Gut, dass das Buch vor Weihnachten erscheint 😉
    Beste Grüße
    Sylke

  2. Vielen Dank für die interessanten Ergänzungen. Ich finde es interessant, wie Nippoldt im Jazzinstitut „hängengeblieben“ ist – die detailverliebte Recherche hat sich offensichtlich gelohnt: man sieht es dem Buch an…

    Viele Grüße

    Frank

  3. Kleiner Nachtrag zum „Jazz im New York der Wilden Zwanziger“

    Buchpräsentation und Ausstellungseröffnung: Sonntag, 9. September 2007, um 19:00 Uhr

    Jazzclub Unterfahrt, Einsteinstrasse 42, 81675 München
    http://www.jazzclub-unterfahrt.de • Telefon: 089-4482794

    Lesung: Peter Wolter
    Musik: Stefan Zenker (ts), Bernhard Pichl (p), Ernst Techel (b), Max Mahlert (dr) und Titilayo Rachel Adedokun (voc)

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