JazzFest Berlin: Bert Noglik ist neuer Künstlerischer Leiter

Thomas Oberender stellt sein künstlerisches Team vor
Bert Noglik ist neuer Künstlerischer Leiter vom JazzFest Berlin

 
Der künftige Intendant der Berliner Festspiele Thomas Oberender hat bei einer Sitzung des Aufsichtsrates sein neues künstlerisches Team vorgestellt. Der Aufsichtsrat hat der Berufung vier neuer künstlerischer Leiter zugestimmt.

Die Leitung des Theatertreffens übernimmt Yvonne Büdenhölzer (bisher die Leiterin des Stückemarktes). Die spielzeit’europa wird die belgische Festivalkuratorin Frie Leysen (2012|2013) und ab 2013 Matthias von Hartz (Internationales Sommerfestival Hamburg, Impulse) verantworten. Die künstlerische Leitung für das JazzFest übernimmt der freie Autor und Jazzjournalist Bert Noglik.


 

Bert Noglik

Bert Noglik, geboren 1948 in Leipzig, ist freier Autor mit dem Themenschwerpunkt Jazz und improvisierte Musik. Nach dem Studium der Kulturwissenschaft an der Leipziger Universität, (1974 Promotion zum Dr. phil.), arbeitete er für Printmedien (u. a. für das „Jazz Podium“), veröffentlichte mehrere Bücher, u. a. „Jazz im Gespräch“, „Jazzwerkstatt International“, „Klangspuren – Wege improvisierter Musik“ und verfasste zahlreiche Beiträge für Symposien und Fachpublikationen.

Er konzipierte und leitete Veranstaltungsreihen, Jazzfestivals und musikalisch-szenische Projekte, u. a. „Survival Songs“ mit David Moss, „Jazz Japan“, „Cape Town Traveller“, „Tribute To Bach“ sowie „Bach Now“ mit Joachim Kühn und dem Leipziger Thomanerchor. Von 1992 bis 2007 war er künstlerischer Leiter der Leipziger Jazztage, von 1999 bis 2007 verantwortlich für die Reihe „Musik-Zeit“. Seit 1992 betreut er das bundesweite Jazznachwuchs-Festival in Leipzig, seit 1999 ist er inhaltlich für die Reihe „Bach – Reflections in Jazz“ im Rahmen des Leipziger Bachfestes verantwortlich. Bert Noglik arbeitet kontinuierlich für ARD-Rundfunkanstalten und den Deutschlandfunk, Jazzsendungen und Features (u. a. zu Ernst Jandl und Friederike Mayröcker). Seit 2009 kuratiert er das Festivals „Sounds No Walls – Friends & Neighbours in Jazz“ in Berlin, „Jazz from Poland“ (2009), „South African Jazz Connections“ (2010), „Jazz & Jewish Culture“ (2011).

Für seine Aktivitäten im Rahmen des deutsch-polnischen Kulturaustauschs wurde er mit dem Verdienstkreuz der Republik Polen ausgezeichnet.

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