John’s not dead, he’s just sleeping…

God

httpv://www.youtube.com/watch?v=La2qkUTTwWw&feature=related

Sorry – im Jazz Blog hat das Thema eigentlich nichts zu suchen. Ich glaube, mit Jazz hatte John Lennon und hatten die Beatles gar nichts am Hut und der Beitrag hier im Jazz Blog hat nur damit zu tun, dass der Jazzblogger mit den Beatles und John "was am Hut hat". 
 
Als Beatles Fan – ich bin's immer noch, immer mal wieder – hatten sich im Lauf der Zeit dann doch besondere Vorlieben heraus kristallisiert und letztlich waren es die Songs von John, die am meisten Bestand hatten. Weil sie von den Texten die interessantesten waren, einen Tick über die natürlich auch großartigen Love-Songs von und mit "Zuckerguss-Paule" heraus ragten. Weil er in seinen extrem subjektiven und eigentlich hoch privaten Songs bei vielen Hörern eine Saite anschlug, die klang.

Es gibt manchmal diese aufs erste Hören unglaublichen Nachrichten von Ereignissen, die einen völlig unerwartet treffen und berühren, weil sie mit dem eigenen Leben verbunden waren. Der Fall der Twin Towers, auf denen man selbst einmal den Blick über New York aufgesaugt hatte. Die Nachricht von John Lennons Ermordung am 8. Dezember 1980. Eine Nachricht, die einen morgens im Radio völlig kalt erwischte. Unfassbar.

In jenem Jahr hatte Lennon nach über fünf Jahren endlich wieder eine Platte aufgenommen und es war der alte John, der da "Watching The Wheels" sang. Ein verlässlicher Freund, wenn er über Jahrzehnte ein Lebenseinstellung von "I'm so tired" (…I give you everything I got for a little peace of mind…) über "I'm Only Sleeping" (…please don't wake me, no, don't shake me, leave me where I am, I'm only sleeping…) bis eben zu seinem 1980 aktuellen Song "Watching The Wheels" (…Well, they shake their heads and they look at me as if I’ve lost my mind, I tell them there’s no hurry, I’m just sitting here doing time, I’m just sitting here watching the wheels go round and round…) in Songs ausdrückt. Einer, der über sein und aus seinem Leben, von seiner Befindlichkeit schreibt. Der seine Müdigkeit beschreibt, sein Beharren im Schwebezustand des Schlafs und letztlich zur Teilnahme am Leben mit einem einigermaßen gelassenen Beobachten des Treibens da draußen auffordert. Und er war gleichzeitig derjenige, der von allen Beatles auch seinen politischen Anspruch – vielleicht etwas naiv, aber was will das schon heißen bei allen nutzlosen Versuchen nicht-naiv an diese Themen heran zu gehen – am stärksten nach Außen trug.

Unglaublich, dass John nur 40 Jahr alt werden durfte; kommt einem – mittlerweile selbst langsam auf die 50 zugehend – so extrem jung vor.

Trotzdem: Er hat seine Zeit gut genutzt. Danke John.

 

I'm only sleeping

httpv://www.youtube.com/watch?v=WBmLEZxiflw&feature=related

 

I'm so tired

httpv://www.youtube.com/watch?v=aRnUpjEV8L0

 

Watching The Wheels

httpv://www.youtube.com/watch?v=qp9dc9im3-M

 

Ticket to Ride

httpv://www.youtube.com/watch?v=cBFANonCPpk&feature=fvw

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