Neuer Deutscher Jazzpreis 2009

Neuer Deutscher Jazzpreis 2009Das wichtigste zuerst. Die drei vom Kurator Joachim Kühn auserwählten Formationen zum Wettbewerb um den Neuen Deutschen Jazzpreis 2009 sind:


Carsten Daerr Trio

Angelika Niescier & André Nendza

Frederik Köster Quartett


Knapp über 200 Bewerber hatten ihre Werke eingereicht. Kurator Joachim Kühn erhielt eine üerschaubare Anzahl von anonymisierten CDs, die von einer Vorjury herausgefiltert worden waren. Der Jazzblogger hatte die Ehre und das Vergnügen mit in dieser Jury zu filtern. Die drei Auserwählten stellen sich am 14.2.2009 dem fachkundigen Mannheimer Jazzpublikum, das mit seiner Wahl den Sieger des Abends und damit den Gewinner des Neuen Deutschen Jazzpreis kürt.

Ein mittlerweile bewährtes Verfahren, erklärt Olaf Schönborn von der IG-Jazz, das hohe Niveau der bisherigen Preisträger bestätigt die Güte des Konzepts, dass "offen, beweglich und transparent" sei.

Am Vorabend der Entscheidung eröffnet traditionell eine regionale Band das Festival. Seit diesem Jahr ist festgelegt, dass es eine Formation aus den aktiven Mitgliedern der IG-Jazz ist. In diesem Jahr ist es die Band der Bassistin Lindy Huppertsberg, zu deren Ensemble Alexandra Lehmler (sax), Yelena Jurayeva (p) und Angela Frontera (dr, perc) gehören – eine hochinteressante Besetzung und wie in den Vorjahren eine Band, die auf Augenhöhe mit allen anderen Formationen des Festivals spielt.  Traditionell auch der Kuratoren-Auftritt. Joachim Kühns (p, as) Trio Kalimba mit Majid Bekkas (Geumbri, Oud, Kalimba, voc) und Ramon Lopez.

Die Pressekonferenz zum Neuen Deutschen Jazzpreis fand einen Monat vor der Veranstaltung im Hochhaus des Hauptsponsors MVV Energie statt. Das Unternehmen stiftet den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis für die Gewinner des Jazpreises. Der Preis für den besten Solisten wird wie im Vorjahr von Maritim gestiftet.


Ein gut gefüllter großer Konferenzraum und ein Podium, auf dem sich der Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, Peter Kurz, der Vorstandsvorsitzender der MVV Georg Müller, Egbert Rühl der Leiter der Alten Feuerwache, Olaf Schönborn von der IG-Jazz sowie der Pressesprecher der MVV, Roland Kress tummelten, bestätigen den Stellenwert, den das Festival nach durchaus schwierigen Anfangsjahren mittlerweile erringen konnte.

Es hat seinen Platz im Mosaik der Musikstadt Mannheim gefunden und wie Egbert Rühl richtig anmerkte, ist es eines der erfreulichen Merkmale der regionalen Jazz-Szene, dass eher Hand in Hand als in Konkurrenz zueinander gearbeitet wird.

Es passt dazu, dass die Alte Feuerwache in diesem Jahr erstmals nicht nur als Veranstaltungsort fungiert, sondern auch als Co-Veranstalter mit von der Partie ist. Das nimmt einen gewissen finanziellen Druck vom Veranstalter IG-Jazz, der in diesem Jahr auch erstmals von der Unterstützung der Agentur Signum profitiert, die das Artwork rund um den Jazzpreis kostenlos entwickelte und erstellte. Erstmals wird in diesem Jahr auch der SWR (endlich) mindestens einen der beiden Abende aufzeichnen.

Auch fürs Auge ist in diesem Jahr gesorgt, weil Kurator Joachim Kühn nicht nur musiziert sondern sich zudem der Malerei widmet. So wird rund ums Festival eine Ausstellung seiner Bilder im Mannheimer Schloß ausgestellt und anlässlich der Vernissage wird Kühn ein kleines Solokonzert geben. Wenn alles klappt, wie es soll, wird man ihn auch bei den "After Hours Sessions" im Anschluss der Konzerte im Café der Alten Feuerwache hören können. 

Mehr Informationen zum Festival gibt es live in Jazzology, im Freien Radio Rhein-Neckar am 9.2.2009 – also eine Woche vor dem Festival. Ich freue mich sehr, mit Lindy Huppertsberg nicht nur eine der Organisatorinnen sondern eben auch eine der Musikerinnen des Festivals im Studio begrüßen zu dürfen. Montag, 9.2.09 um 21 Uhr!

Neuer Deutscher Jazzpreis 2009 am 13. und 14. Februar 2009 – "Die angenehmste Wahl des Jahres 2009" wie Bürgermeister Kurz treffend bemerkte.

 

 

 

Schreibe einen Kommentar