Ornette Coleman: Pulitzer Preis

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Ornette Coleman - Photography by Frank Schindelbeck

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Es war ein denkwürdiges Konzert im Herbst 2005, als Ornette Coleman im Rahmen des Enjoy Jazz Festivals in Ludwigshafen auftrat, zusammen mit seinem Sohn Denardo und den beiden Bassisten Tony Falanga und Greg Cohen. All jene – zumindest jene mit denen ich sprechen konnte – die damals dabei sein durften, waren von diesem Konzert begeistert. Ein gewisses Bedauern bleibt nach einem großartigen Konzert bei mir allerdings immer zurück: Schade, daß man dieses Ereignis nur einmalig live erleben konnte.

Umso erfreulicher, daß im vergangenen Jahr überraschend ein Mitschnitt des Konzertes herauskam. Ich hatte mich seinerzeit schon gebührend begeistert gezeigt. Und auch die weitere Kritik war durchweg angetan. Begeistert waren offensichtlich auch die Juroren des Pulitzer Preises. Der ist zwar eher als Preis fürs geschriebene Wort bekannt aber auch musikalische Meisterleistungen werden regelmäßig ausgezeichnet. So fiel also die Wahl auf Ornette Coleman:

For distinguished musical composition by an American that has had its first performance or recording in the United States during the year, Ten thousand dollars ($10,000). Awarded to „Sound Grammar“ by Ornette Coleman, recording released September 12, 2006.

Die Juroren des Pulitzerpreises begründen ihre Wahl wie folgt: „As original, innovative, and groundbreaking as anything Coleman has released in nearly five decades of record making, Sound Grammar is also one of his most accessible and melodic works to date. It is poised to rank among the key musical events of 2006.“

Erschienen ist die CD auf dem neuen Label von Ornette Coleman, das ebenso heißt, wie die CD: Sound Grammar. Vertrieben wird die CD von NRW-Vertrieb und zu finden ist sie in jedem gut sortierten CD-Laden oder übers Netz.

Das letzte Wort zu Sound Grammar von Ornette Coleman selbst: „Sound grammar is to music what letters are to language. Music is a language of sounds that transforms all human languages.“
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1 Gedanke zu „Ornette Coleman: Pulitzer Preis

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