Palatia Jazz 2009 – Beginn und Ausblick

 

Mit einem echten Highlight wird die 11. Ausgabe von Palatia Jazz eröffnet: Das Kronos Quartett spielt am 8. Mai in der Speyerer Gedächtniskirche. Gleich zu Beginn wartet das renommierte Festival mit seinen typischen Besonderheiten auf. Kulinarische Leckereien – regionaler und mediterraner Art, mit heimischen Weinen umspült – locken vor Konzertbeginn und stimmen auf musikalische Genüsse ein. Die Domstadt Speyer ist ein Mittelpunkt im Netz der verschiedenen über die Pfalz verteilten Veranstaltungsorte und typisch ist auch die durch das Kronos Quartett repräsentierte musikalische Bandbreite.

Das US-amerikanische Streichquartett formierte sich bereits im Jahr 1973 und gehört seitdem zu den ungewöhnlichsten Besetzungen seiner Art. In den über 30 Jahren seines Bestehens hat sich die Band ein riesiges Repertoire erspielt und eingespielt. Von Folk bis Klassik und zwischendrin natürlich Rock und ja, natürlich auch Jazz. Die erste Platten-Aufnahme des Kronos Quartetts bestand aus Aufnahmen mit Monk-Kompositionen!
Seitdem schöpft das Quartett aus dem Vollen. Neben der Unzahl an Fremdwerken aller möglicher Stile wurden den Musikern mittlerweile rund 400 Kompositionen auf den Leib komponiert. Ihre Konzerte stellen sie jeweils für den entsprechenden Anlass und Raum individuell zusammen und so weiß man auch schon, was die Besucher von Palatia Jazz erwartet.

Die angekündigte Bandbreite reicht im Jazzbereich von John Zorn zu Thelonious Monk. Monks Klassiker „Round Midnight“ steht Zorns „The Dead Man“ gegenüber, das der amerikanische Saxophonist eigens für Kronos komponiert hat. Das weitere Programm ist außerordentlich vielfältig: von Stücken der palästinensischen Hip-Hop Band „Ramallah Underground“ über Musik des ägyptischen Oud-Spielers Hamza El Din, Werke aus der Neuen Musik von Aleksandra Vrebalov und Hanna Kulenty bis hin zu Werken von J.G. Thirwell und des brasilianischen DJs und Komponisten Amon Adonai Tobin.

Das hohe Niveau des Auftakt-Konzerts kann sich Palatia Jazz durchaus leisten, denn das weitere Konzertprogramm hält mühelos den hohen Standard. Die leicht hervor gehobenen Termine sind nichts anderes als des Jazzbloggers persönliche Favoriten.

15.05. Frankenthal – Klaus Paier & Asja Valcic
29.05. Neustadt-Mußbach – Marcin Wasilewski Trio
30.05. Neustadt-Mußbach – Enrico Rava & Stefano Bollani
31.05. Neustadt-Mußbach – Yaron Herman Trio, Lars Danielsson & Leszek Mozdzer

06.06. Haßloch – Eldar Trio
20.06. Deidesheim – Tomasz Stanko Nordic Quintett
27.06. Edenkoben – Malia
04.07. Pirmasens – Abdullah Ibrahim EKAYA Septett
11.07. Bad Bergzaben – Hamilton de Holanda Quintett
18.07. Annweiler – Roy Hargrove Quintett
25.07. Bad Dürkheim – Mc Coy Tyner Quartett feat. Bill Frisell
01.08. Dirmstein – Silje Nergaard Ensemble
08.08. Kusel – Nils Landgren Funk Unit
15.08. Herxheim b. Landau – Biréli Lagrène Electric Side

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