Palatia Jazz 2009 ohne BASF Unterstützung

 

Blogger-Kollege Klaus Neubauer hat mich auf die Meldung des Mannheimer Morgen aufmerksam gemacht: BASF unterstützt in diesem Jahr nicht mehr das Palatia Jazzfestival. Eine bittere Pille für das renommierte Festival, zumal sich auch die Sektkellerei Wachenheim als weiterer bedeutender Sponsor des Festivals aus wirtschaftlichen Gründen zurück gezogen hat.

Die Festivalmacher von Palatia Jazz mussten reagieren: Die Zahl der Konzerte wird um rund ein Drittel reduziert, wobei Festival-Leiterin Yvonne Moissl betont, dass nur an der Quantität und nicht an der Qualität der Veranstaltungen gespart werden soll.

Finanzielle Gründe wurden seitens der Beteiligten nicht als primäre Ursache des Rückzugs von BASF genannt. Das Unternehmen betont, dass die Förderung von Beginn an befristet angelegt war und Frau Moissl äußert die Vermutung, dass es BASF um eine Fokusierung der Sponsoringaktivitäten hin zur Metropolregion Rhein-Neckar geht.

Ein Zeichen dafür ist auch, dass die Unterstützung für das Enjoy Jazz Festival in diesem Jahr dem Anschein nach nicht in Frage steht. Ein Verlust wichtiger Sponsoren wäre für dieses Festival ebenfalls fatal – liegt der Sponsoren Anteil aus der Freien Wirtschaft doch schon seit Jahren bei rund 80%.

Das Prinzip der "public-private-partnership" wird jedenfalls in wirtschaftlichen Krisenzeiten auf eine harte Probe gestellt . Auch wenn die Beteiligten die Thematik "reduzierte Mittel" nicht bestätigen, so ist es natürlich mehr als wahrscheinlich, dass seitens BASF eben leider auch im Bereich der Kulturförderung gespart werden muss.

Auf diesen Artikel zum Thema Wirtschaftskrise und Jazz-Festivals hatte ich bereits hingewiesen. Bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Veranstalter die kommende Durststrecke überstehen.

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