Review: Mina Agossi – Just Like A Lady

Es ist stets doof, sich von Vorurteilen leiten zu lassen. Mir ist der Lapsus gerade mit Madam Agossis neuer CD „Just like a lady“ passiert, die doch einige Tage unbeachtet in einer Ecke ungehört vor sich hin dämmerte. Mina Agossi hörte ich vor einigen Jahren einmal live: die Saxophon-Legende Archie Shepp hatte sie damals beim Eröffnungskonzert des Enjoy Jazz Festivals im Schlepptau und mein Eindruck war seinerzeit „na ja“ – hätte es nicht unbedingt gebraucht…
Sehr erfreulich ist ihr aber ihre aktuelle CD geraten. Auch weil die manchen „Jazz-Ballast“ einfach über Bord geworfen hat und damit der Gefahr entgangen ist, zum x-ten Billie-Ella-Abbey – Klon zu werden. Was Mina Agossi tatsächlich präsentiert ist eine Mischung von Pop, Chanson, schrägem Sprechgesang und doch – glücklicherweise – einer großen Prise Jazz, was Phrasierung und Improvisation und „Spielfreude“ angeht. Perfekt abgerundet wird das Musik-Gericht mit fein abgestimmten Gewürzen: mit einer manchmal herzerwärmend störrischen E-Gitarre; Steeldrums spielen mit, als wär’s ein anständiges Instrument. Trotz aller Varianten und bei aller Verschiedenheit der Stücke hält Minas markante Stimme und Phrasierung xxx.  Zu hören sind überaus originelle Interpretationen von bekannten Standards (And I Love Her, When The Saints…) und weniger bekannten ebenso wie in den
Am Ende dann doch wieder zu den Jazz Wurzeln im herrlich federleicht daherswingenden Rope-A-Dope . Klasse.
Würde ich Sterne vergeben, es wäre eine ordentliche Handvoll.


Mina Agossi – Just Like A Lady
naïve

Es ist stets doof, sich von Vorurteilen leiten zu lassen. Mir ist der Lapsus gerade mit Madam Agossis neuer CD „Just like a lady“ passiert, die doch einige Tage unbeachtet in einer Ecke ungehört vor sich hin dämmerte. Mina Agossi hörte ich vor einigen Jahren einmal live: die Jazz-Legende Archie Shepp hatte sie 2007 beim Eröffnungskonzert des Enjoy Jazz Festivals im Schlepptau und mein Eindruck war seinerzeit „na ja“ – hätte es nicht unbedingt gebraucht…

Sehr erfreulich ist ihr aber ihre aktuelle CD geraten. Auch weil sie so einigen „Jazz-Ballast“ einfach über Bord geworfen hat und damit der Gefahr entgangen ist, zum x-ten Billie-Ella-Abbey – Klon zu werden. Was Mina Agossi tatsächlich präsentiert ist eine Mischung von Pop, Chanson, schrägem Sprechgesang und doch – glücklicherweise – einer großen Prise Jazz, was Phrasierung, Improvisation und „Spielfreude“ angeht. Perfekt abgerundet wird das Musik-Gericht mit fein abgestimmten Gewürzen: mit einer manchmal herzerwärmend störrischen E-Gitarre und Steeldrums spielen mit, als wär’s ein anständiges Instrument.

Trotz aller Varianten und bei aller Verschiedenheit der Stile gibt Minas markante Stimme der Platte den nötigen Guss. Und so passt das eben aufs Schönste zusammen:  überaus originelle Interpretationen von wahrlich unterschiedlichen, bekannten Standards (And I Love Her, When The Saints…) und weniger Bekannten, ebenso wie manchmal erfreulich gegen den Strich gebürstete Eigenkompositionen.

Am Ende der Aufnahmen gräbt sie dann doch ganz tief zu den Jazz Wurzeln, im herrlich federleicht daherswingenden Rope-A-Dope . Klasse.

Würde ich Sterne vergeben, es wäre eine Handvoll.

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