Rudi Mahall erhält SWR Jazzpreis 2011


 

Er ist Hühnerhalter, Internet-Verweigerer, trägt lässige Anzüge und mehr oder weniger dazu passende Hemden – zumindest auf der Bühne – und er macht nicht nur eine gute Figur sondern auch gute Musik. Und er konzentriert sich nur auf ein Instrument!

All diese guten Eigenschaften mögen mitgeschwungen haben den SWR Jazzpreis 2011 an Rudi Mahall zu vergeben. In der Jury geballte Fachkompetenz: außer den SWR-Vertretern Reinhard Karger und Julia Neupert, Landesvertreter von Rheinland-Pfalz, Georg-Rudolf May und Konrad Georgi, komplettiert mit den Jazzexperten Arndt Weidler vom Jazzinstitut Darmstadt und Günther Huesmann und Harry Lachner.

Sie haben eine gute Wahl getroffen, denn Mahall ist seit Jahrzehnten mit seiner Bassklarinette immer vorne mit dabei, wenn es um kreativen, ins Freie springenden Jazz geht. Sein prägnantes Spiel charakterisiert lang bestehende Formationen wie „Der Rote Bereich“ (mit Frank Möbus und Oliver Steidle), er spielt bei "Monk's Casino“ mit Alexander von Schlippenbach und seiner ständigen Formation „Die Enttäuschung“ das Gesamtwerk von Monk ein und vertont bei „fossile 3“ gemeinsam mit dem Bassisten Sebastian Gramss und dem Schlagzeuger Etienne Nillesen die lautmalerischen Kürzel der Comic-Sprache.
 

Als immer passenden Gast kann man ihn in unzähligen weiteren Projekten erleben, auch der Jazzblogger hatte schon das Vergnügen, beispielsweise bei Underkarl oder Erwin Ditzners Enjoy Jazz Projekt 2008.

Tatsächlich übergeben wird der mit 15.000 Euro dotierte Preis am 14. September 2011 in Kaiserslautern, natürlich inklusive eines Preisträgerkonzerts: um 19.30 Uhr im SWR-Studio Kaiserslautern, Emmerich-Smola-Konzertsaal. Eintritt frei.

Duo Aki Takase (p) / Rudi Mahall (bcl);
„Der Rote Bereich“: Frank Möbus (g), Rudi Mahall (bcl) und Oliver Steidle (dr).

Sendung in SWR2:
27. September 2011, 21.03 Uhr, SWR2 Jazz Session

Schreibe einen Kommentar