Sean Noonan Brewed At Noon

Sean Noonan Brewed by Noon – Stories To Tell
Songlines

Jedesmal wenn ich diese CD einlege ärgere ich mich. Ärger allerdings nur über mich selbst, weil ich Ende vergagenen Jahres aus irgendeinem längst vergessenen Grund den Weg ins nicht allzu ferne Heilbronn zum Konzert der Gruppe eben leider nicht gefahren bin.

Die CD begeistert mich mich hingegen bei jedem wiederhören. Der New Yorker Schlagzeuger hat auf  "Stories To Tell" eine  merkwürdige Gruppe um sich geschart. Vom Malier  Abdoulaye Diabate über die irische Sängerin Susan McKeown bis hin zu gestanden New Yorker Downtown Musikern wie Marc Ribot und Noonan selbst – der wiederum irische Wurzeln hat. Habe ich Jamadaleen Tacuma am Bass vergessen zu erwähnen?

Noonan scheut den kalten Ausdruck "fusion" und bevorzugt im Gruppennamen den Begriff "brew". Ein Gebräu, ein brodelndes. Lebendiges Miteinander – fein abgestimmt mit Würze, exotischen Zutaten, haarscharf an jeglichem Reinheitsgebot vorbei gebraut.  Sean Noonan meint selbst dazu: “I want to understand and preserve these ancient traditions by re-interpreting them from a modern, multi-cultural perspective, exploring my concept of ‚brewing’ people, original ideas/concepts, and cultures, since I believe it’s my mission."
Mission accomplished.

Zum Cover

Standard-Jewelcase. Die Musiker kreisen auf dem Titel wie Saturnmonde um den Saturn – ähm – das Portrait des Kopfs der Gruppe. Könnte auch ein Sun Ra Cover sein ­čśë – Die Gestaltung des Booklets wirkt mit ihrer konsequenten Kraut-und-Rüben-Typographie allerdings weit weniger homogen und gelungen als die Musik.

Schreibe einen Kommentar