Günther Huesmann wird neuer Leiter der SWR Jazzredaktion

 

Günther Huesmann folgt auf Reinhard Kager / SWR2-Programmchef Johannes Weiß: „Fortführung des beeindruckenden Jazzerbes des SWR“

 

Der Musikjournalist Günther Huesmann hat im Juli die Leitung der SWR-Jazzredaktion in Baden-Baden übernommen. Er tritt damit die Nachfolge von Reinhard Kager an, der die Redaktion von 2002 bis 2012 geleitet hatte. SWR2-Programmchef Johannes Weiß: „Günther Huesmann ist ein erfahrener Radiomann und Veranstalter im Jazz und angrenzenden Gebieten. Da er bereits unter dem großen Joachim-Ernst Berendt gearbeitet hat, ist er vorzüglich geeignet, das beeindruckende Jazzerbe des SWR zu pflegen und weiterzuführen.“ Gemeinsam mit Huesmann werde auch künftig die Jazzexpertin Julia Neupert in der SWR-Jazzredaktion arbeiten, so Weiß. Der neue Leiter der SWR-Jazzredaktion hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit Julia Neupert die Improvisationsszene in ihrer ganzen Buntheit den Hörern nahezubringen und dabei auch mit anderen Redaktionen zu kooperieren und thematisch übergreifende Projekte zu entwickeln.

 

Die SWR-Jazzredaktion ist beim Kulturradio SWR2 angesiedelt und für zehn wöchentliche Sendetermine im Programm verantwortlich. Dazu zählen montags „SWR2 Jazztime“ (15.05 Uhr), dienstags „SWR2 Jazz Session“ (21.03 Uhr), donnerstags und freitags „SWR2 NowJazz“ (23.03 Uhr), sonntags „SWR2 Jazz nach dem Hörspiel“ sowie von Montag bis Freitag „SWR2 Jazz vor Sechs“ (17.50 Uhr). Innovative Entwicklungen der improvisierten Musik stehen im Fokus der jährlichen Konzertreihe „SWR2 NewJazz Meeting“ sowie der „SWR2 NowJazz Session“ bei den Donaueschinger Musiktagen. Aktuelle Programminformationen gibt es im Internet auf www.SWR2.de/jazz.

 

Günther Huesmann, geboren 1957, machte mit 17 seine erste Radiosendung, hospitierte 1980 in der Jazzredaktion des Südwestfunks bei Joachim-Ernst Berendt und Werner Wunderlich. Er betreut seit 1989 als Autor die Fortführung und vollständige Überarbeitung von Berendts Standardwerk „Das Jazzbuch“. Von 1991 bis 2001 leitete Huesmann das Festival „Jazz Across the Border“ im Berliner Haus der Kulturen der Welt. Er war 2011 mit dem Dokumentarfilm „Musik Mon Amour“ (Arte) für den Grimme-Preis nominiert.

Ingrid Laubrock im Lande

SWR NEWJazz Meeting 2011 mit Ingrid Laubrock

Der SWR hegt sein Pflänzchen Ingrid Laubrock sehr zurecht. Die Saxophonistin hat bereits im Jahr 2009 den SWR Jazzpreis erhalten (Bericht von Klaus Mümpfer auf den Jazzpages) und ist dieser Tage mit Ihrem Oktett hierzulande unterwegs.

Besetzung:

Ingrid Laubrock, Saxophone + Kompositionen
Mary Halvorson, Gitarre
Tom Arthurs, Trompete/Flügelhorn
Ted Reichman, Akkordeon
Liam Noble, Klavier
Ben Davis, Cello
Drew Gress, Kontrabass
Tom Rainey, Schlagzeug

Konzerttermine:

Mittwoch,07.12.2011, 17:00 Uhr, Baden-Baden, Studio 1 (öffentliche Generalprobe)

Donnerstag,08.12.2011, 20:30 Uhr, Weikersheim/Niederstetten, kult

Freitag,09.12.2011, 20:00 Uhr, Karlsruhe, Tollhaus

Samstag,10.12.2011, 20:30 Uhr, Zürich, Rote Fabrik

 

„Sie zählt zu den eigenständigsten Stimmen des deutschen Gegenwartsjazz, und dennoch ist Ingrid Laubrock hierzulande viel zu wenig bekannt. Gleich nach dem Abitur nach London ausgewandert und mittlerweile in New York gelandet, hat die 41-jährige Saxophonistin aus dem Münsterland im Ausland internationale Karriere gemacht. Erst seit einem Auftritt mit ihrem Nonett „nein“ beim JazzFest Berlin 2007 wurde man endlich auch in Deutschland auf sie aufmerksam. An dieses Projekt knüpft auch das diesjährige SWR NEWJazz Meeting an: Denn Laubrock entwickelt ihre neuen Kompositionen für ein aus Briten und US-Amerikanern zusammengesetztes Oktett, das gleichsam als aktualisierte, dem neuen New Yorker Umfeld angepasste Variante ihres ursprünglichen Nonetts betrachtet werden kann. Dessen Kern bildet immer noch das Trio „Sleepthief“ mit dem Pianisten Liam Noble und dem Schlagzeu-ger Tom Rainey, für dessen erste CD Laubrock 2009 mit dem SWR-Jazzpreis ausgezeichnet worden war. Spannungsgeladene Grenzgänge zwischen Albträumen und Wunschphantasien sind auch von ihrem neuen Oktett zu erwarten.“