Wayne Shorter bei Enjoy Jazz – Fotos von Manfred Rinderspacher

Wayne Shorter by Manfred Rinderspacher

Es sind die letzten Enjoy Jazz Bilder von Manfred Rinderspacher in diesem Jahr, denn es sind Aufnahmen vom Abschlusskonzert des Wayne Shorter Quartets aus der Heidelberger Stadthalle. Ich darf mich bei ihm bedanken, für die wie immer hervorragenden Fotografien, die er mit uns im Jazz Blog und auf den Jazzpages geteilt hat. Die Bildershow auf den Jazzpages läuft noch, das Enjoy Jazz Festivalradio dort ist mit dem letzten Konzert allerdings ebenfalls zu Ende gegangen.

Danken muss man auch den Organisatoren von Enjoy Jazz, die auch im elften Jahr ein erstaunliches Festival-Programm gestemmt haben und die sich an einem ungebrochen begeisterten und in die Konzerte strömenden Publikum erfreuen konnten. Es waren 65 Konzerte, die von rund 20.000 Besuchern besucht – manche geradezu gestürmt – wurden und die ein Spektrum von großen Jazznamen wie Wayne Shorter bis hin zu Weltmusikern wie Anouar Brahem oder Erik Truffaz abdeckten aber eben nicht nur die sicheren Publikumsmagneten auf den Bühnen von Karlstorbahnhof Heidelberg, Feuerwache Mannheim und DasHaus brachten, sondern auch Raum für Experimentelles und Schräges im Festivalprogramm boten.

Organisatorisch war das Festivalteam in diesem Jahr noch mehr als sonst beansprucht mit dem erfolgreichen 40 Jahre ECM-Festival aber das hat das Team um Rainer Kern ebenso mit Bravour gemeistert, wie es ihm auch gelungen ist die Festivalatmosphäre wieder so angenehm zu gestalten, dass manchen Enjoy Jazz Anhänger jetzt den Post-Enjoy-Jazz-Festival-Blues befällt. Der dürfte allerdings durch die Aussicht auf Enjoy Jazz 2011 rasch verfliegen. Die Sponsoren sind bereits wieder an Bord, damit eine gewisse Planungssicherheit, und so dürfte der Blues rasch in Vorfreude auf das kommende Enjoy Festival für Jazz und Anderes 2010 umschlagen.

3 Gedanken zu „Wayne Shorter bei Enjoy Jazz – Fotos von Manfred Rinderspacher

  1. Offensichtlich polarisiert auch dieses Wayne Shorter-Konzert wieder. Per mail habe ich dazu schon gelesen „Wayne Shorter fanden wir grottenschlecht! Getröte mit viel Applaus – wir gingen früher.“

    Ich selbst bin in diesem Jahr nicht hingegangen weil mein Konzerteindruck von vor zwei Jahren folgender war:

    http://bit.ly/3NRVFl

    Die Frankfurter Rundschau, Herr Linke, sieht’s heuer ganz anders:

    „Es könnte sein, dass die Gäste der Heidelberger Stadthalle einem Konzert beigewohnt haben, das eine ähnlich herausragende Bedeutung hat wie das von Ornette Coleman vor vier Jahren in Ludwigshafen, wo das Album „Sound Grammar“ live entstand, für das es später einen Grammy gab.“ (Das von Ornette war wirklich großartig, BTW)

    Mehr dazu:

    http://bit.ly/mRlGJ

    Tja, die Geschmäcker sind verschieden…

    Grüße

    Frank

  2. Ich fand’s auch enttäuschend. Während des ganzen Konzerts hat es vieleicht zwei Takte lang gegroovt. Ich fand auch, dass die Kommunikation zwischen den einzelnen Musikern sehr spärlich war.

    Was mich aber total gestört hat, war, dass noch nicht einmal ein paar Worte ans Publikum gerichtet wurden. Man muss nicht so viel labern wie Herbie Hancock letztes Jahr, aber gar nichts zu sagen, ist m.E. voll daneben.

    Viele Grüße
    Frank

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